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PRESSEGESPRÄCH (24.11.2011): Europa-Abgeordnete Eva Lichtenberger (Mitte),
Penpa Tsering (Tibet Parlamentspräsident), Madeleine Petrovic (Grüne), Fotos: FOREF
ZITAT zum Thema:
"Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen. "
Benjamin Franklin
Man könnte meinen, dass große Männer in der österreichischen Regierung
derzeit Mangelware sind. So scheint es, wenn man den kürzlichen Staatsbesuch
des chinesischen Staatschefs Hu Jintao und den darauffolgenden offiziellen
Besuch des Parlamentspräsidenten der tibetischen Exil-Regierung, Penpa
Tsering, als Beispiele nimmt.
Hu, der am 30.Oktober mit einer zweihundert Mann Delegation einflog, rollte man den roten
Teppich aus. Er wurde durch ein riesiges Sicherheitsaufgebot sogar davor
"beschützt", sich tibetische Flaggen ansehen zu müssen oder Schreie
der friedlich demonstrierenden TibeterInnen, Falung Gong Mitglieder und anderer
Aktivisten anzuhören. Diese wurden von der Polizei auf
"Sicherheitsdistanz" - weit weg vom Parlament und der Hofburg, vor das
Cafe Landtmann und das Burgtheater ausgelagert. Für Hu und seine
Wirtschaftsdelegation hat unser Staat keine Kosten gescheut, ein potemkinsches
Dorf aufzubauen. Nur keine Unannehmlichkeiten entstehen lassen für den Mann,
dessen Regime Völker wie die Tibeter und Uiguren brutalst unterdrückt und sie sämtlicher
Freiheitsrechte beraubt, besonders des Rechtes auf Meinungs- und
Religionsfreiheit.
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Man bedenke, dass hier in unserem freien, demokratischen "Rechtsstaat" friedliche Demonstranten von unseren Politikern durch bewaffnete und beschildete Polizeikontingente daran gehindert wurden, vor dem Repräsentanten eines Unterdrückerregimes das Leid zu beklagen, das ihren Freunden und Verwandten angetan wird. Damit wurde wieder einmal bewiesen, dass unsere Politiker jederzeit bereit sind - im Sinne des Benjamin Franklin Zitates - "Würmer zu zertreten und vor dem Kaiser zu kriechen", wenn es um Wirtschaftsaufträge in Millionenhöhe geht. Es war ein Tag, an dem "Fremdschämen" wieder angesagt war. Viele Menschen, die über die spärlichen Medienberichte erfuhren, was passierte, schämten sich für unsere Regierung in Grund und Boden.

Unsere
"Volksvertreter" mussten doch gewusst haben, dass sie die höchsten
Werte unseres Rechtsstaates und unserer Demokratie mit Füßen treten, wenn sie
so locker die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit verletzen. War es die Angst,
die Gier oder beides, was sie zu diesem unrühmlichen Verhalten verleitete?
Als ob das nicht schon genug gewesen wäre: Am Donnerstag, 24.11. 2011, kam hoher Besuch aus Tibet: Pempa
Tsering, Parlamentspräsident der Exilregierung. Er kam mit dem Anliegen der
Tibeter, über die "Demografische Aggression" Chinas gegen sein Land
zu sprechen. Leider wurde ein Antrag der Grünen, Tsering im Parlament sprechen
zu lassen, schroff abgelehnt, so Petrovic. Zu einem Info-Treffen kamen nur
zwei Grüne und ein schwarzer Parlamentarier. Petrovic äußerte den Verdacht,
dass man sich wieder dem Druck aus China gebeugt habe... (Details im
Standard Bericht)
Anmerkung der Redaktion:
Dieser Kommentar ist (unter der Bedingung der Quellenangabe) zur Veröffentlichung freigegeben!
FOREF Europa: Digitale Pressemappe (APA)
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Reply #1 on : Mon December 26, 2011, 19:32:06