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In
keinem anderen Land werden Gläubige so misshandelt wie in Nordkorea.
Etwa 70 000 Christen sollen in nordkoreanischen
Lagern einsitzen.
Von Oliver
Maksan - 19.12.2011 15:52
http://www.die-tagespost.de/Brutalste-Christenverfolgung;art456,130199
Es gibt wohl kaum ein
Land, in dem Christen und Andersdenkende härter verfolgt werden als in
Nordkorea. In der Volksrepublik mit ihren etwa 24 Millionen Einwohnern leben
nach Angaben des christlichen Hilfswerks „Open Doors“ etwa 400 000 Christen.
Staatlichen Angaben zufolge sind etwa 4 000 Personen katholisch. Das
katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ geht indes davon aus, dass nur noch ein
paar hundert Katholiken im Land leben. Mitte des 20. Jahrhunderts seien in der
Hauptstadt Pjöngjang noch 30 Prozent der Bevölkerung katholisch gewesen. Doch
während und nach dem Koreakrieg (1950–1953) habe die kommunistische Armee alle
Geistlichen und Ordensleute festgenommen. Daher besitze die Kirche in Nordkorea
keinen Klerus, so „Kirche in Not“. Zwischen 50- bis 70 000 Christen sind „Open
Doors“ zufolge in den 30 Arbeits- und Straflagern interniert. Der Rest ist
gezwungen, im Untergrund zu leben (Foto: dpa).
Das Christentum gilt der Staatsführung als ideologische Konkurrenz zur „Juche“-Staatsdoktrin. Diese seit den 70er Jahren in die Verfassung aufgenommene Lehre ergänzt den Marxismus-Leninismus. „Juche“ heißt wörtlich „Eigenständigkeit“, „Selbstbestimmung“ und zielt vor allem auf die wirtschaftliche Autarkie des Landes und die Abschottung von jeglichen äußeren geistigen Einflüssen. Nach der Einschätzung des Regimes hat das Christentum zum Zusammenbruch des Kommunismus im Ostblock beigetragen, weshalb es als Bedrohung der Stabilität gesehen wird. Außerdem wirft man den Christen Kollaboration mit dem Westen und Südkorea vor.
„Kirche in Not“ zufolge gewährt Nordkorea als totalitärer stalinistischer Staat mit ausgeprägtem Führerkult grundsätzlich keinerlei Religionsfreiheit. In der Hauptstadt Pjöngjang existierten zwar eine katholische und zwei protestantische Kirchen, doch Gottesdienst sei dort nur sehr beschränkt möglich. Gegenüber dieser Zeitung sagte das Hilfswerk am Montag: „Außerhalb der Hauptstadt sind uns keine Kirchen bekannt. Ein großes Problem für die Katholiken im Land ist, dass es in Nordkorea keinen einzigen katholischen Priester gibt und somit die Feier der heiligen Messe unmöglich ist.“ Wer beim Besuch eines Gottesdienstes oder einer Andacht an einem nicht genehmigten Ort „erwischt“ werde, den erwarte mindestens eine Haftstrafe und Folter, oft genug auch die Todesstrafe.
„Diese steht schon auf den bloßen Besitz einer Bibel“, so „Kirche in Not“. Es existierten Straf- und Umerziehungslager, in denen Schätzungen zufolge zurzeit zwischen 150 000 und 200 000 Menschen festgehalten würden. „Folter, Mord, Vergewaltigung, medizinische Experimente, Zwangsarbeit und erzwungene Abtreibungen sowie heimliche Exekutionen sind in diesen Lagern nach Berichten nordkoreanischer Flüchtlinge an der Tagesordnung.“
„Kirche in Not“ unterhält nach eigenen Angaben keine Hilfsprojekte in dem isolierten Land. „Es wäre viel zu gefährlich, die nordkoreanische Kirche aus dem Ausland offen zu unterstützen. Denn das Regime bestraft jeden, der ausländische Hilfe annimmt.“ Als einzigen Weg zur Besserung sieht das Hilfswerk den Sturz des Regimes. „Das ist der einzige Weg für eine nachhaltige Besserung. Wir beten und hoffen inständig, dass der Tod Kim Jong Ils das System erschüttert und dass die tödliche Isolation des Landes bald ein Ende hat. Wenn das Land sich öffnet, müssen wir vorbereitet sein, darum unterstützen wir schon seit Jahren die stark wachsende und lebendige Kirche in Südkorea.“ „Open Doors“ erwartet vom neuen Machthaber Kim Jong Un keinen Kurswechsel. Berichten nordkoreanischer Christen zufolge soll Kim Jong Un, so das Hilfswerk gestern, schon zu Lebzeiten seines Vaters Anstrengungen unternommen haben, verbotene religiöse Aktivitäten im Untergrund aufzudecken. Es sei zu verstärkten Hausdurchsuchungen gekommen; Spione seien gezielt dazu ausgebildet worden, religiöse Netzwerke zu unterwandern.
Auch Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“, hat trotz des Todes von Kim Jong Il wenig Hoffnung auf Wandel. Dieser Zeitung sagte er am Montag: „Nach den bisherigen Erfahrungen mit dem nordkoreanischen Regime besteht für Hoffnung leider wenig Anlass. Im Moment geht es für die Nordkoreaner um die Rechte Leben und Nahrung. An die Wahrung der Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit ist noch lange nicht zu denken.“ Seiner Einschätzung nach hat das Ausland in den letzten Jahren nicht hinreichend auf eine Verbesserung der Menschenrechtslage gedrängt. Der Westen habe sich für Nordkorea nur in Hinblick auf die nukleare Bedrohung interessiert.
Lessenthin: „Der Schlüssel zur Lösung des Menschenrechtsproblems in Nordkorea liegt in Peking. Die Volksrepublik China ist die Schutzmacht des nordkoreanischen Regimes. Peking setzt Nordkorea geschickt ein, um seine geostrategischen Interessen durchzusetzen. Bis heute schickt China Flüchtlinge aus Nordkorea zurück, das bedeutet in vielen Fällen den sicheren Tod, immer aber Zwangsarbeit.“
Seoul, Tokyo, Bangkok, London, New York, Paris,
Brussels (ICNK and HRWF, 19.12.2011) - The death of Kim Jong Il on 17 December 2011
represents a unprecedented opportunity for North Korea's new leaders, including
Kim Jong-un, to turn a new page on the human rights situation in the country
and put an end to widespread and systematic violations which have characterized
the regime and brutalized the North Korean people for too long, said the
International Coalition to Stop Crimes against Humanity in North Korea (ICNK)
today. The North Korean government must cease these violations, end impunity
and ensure justice for countless victims. The leaders of DPRK should
immediately put an end to practices such as forced labor, forced abortion of
returnees, torture or executions, close all kwan-li-so
(political prisoners' camps) and release all political prisoners and
abductees, urged ICNK.
"North Korea remains a closed country and access is therefore urgently needed for independent and neutral human rights monitors, in particular the UN Special Rapporteur for Human Rights in North Korea and international humanitarian organizations", said Souhayr Belhassen, president of the International Federation for Human Rights (FIDH). The Coalition will continue its campaign for the establishment of a UN Commission of Inquiry to investigate crimes against humanity that have characterized North Korea today and in the past.
"The death of Kim Jong-il opens up an opportunity which the international community should seize, to help free the North Korean people from decades of brutal oppression. While there may be a period of uncertainty and instability in the days ahead, the international community should ensure that the severe human rights and humanitarian crisis in North Korea is placed firmly on the agenda alongside security and political concerns," said Benedict Rogers, East Asia Team Leader at Christian Solidarity Worldwide (CSW). "Action must be taken to bring an end to the regime's crimes against humanity and the culture of impunity."
The International Coalition to Stop Crimes Against Humanity in North Korea (ICNK) includes human rights campaigners from around the world, including Asia, Latin America, North America, and Europe. Survivors of North Korean prison camps, and their groups such as Free NK Gulag, have added their support to the Coalition.
For further information please contact:
Seoul, Ha Tae Keung, Open North Korea & Secretariat to the Coalition (Korean, English): +82-50-5470-7470; or opennk@naver.com
Tokyo, Kanae Doi, Human Rights Watch (Japanese, English): +81-3-5282-5162; +81-90-2301-4372(mobile); or doik@hrw.org
Bangkok, Phil Robertson, Human Rights Watch (English, Thai): +66-85-060-8406 (mobile); or robertp@hrw.org
London, Benedict Rogers, Christian Solidarity Worldwide (English): +44-208-329-0041 or +44-7823-329664; or ben@csw.org.uk
New York, David Hawk (English): +1-732-793-3104 (mobile); or hawkdavid@hotmail.com:
Paris, Arthur Manet, International Federation for Human Rights (French, English): +33 1 43 55 90 19 ; or amanet@fidh.org
Brussels, Willy Fautre, Human Rights Without Frontiers: +3223456145 or w.fautre@hrwf.net
Website : http://stopnkcrimes.org/
NOTES TO EDITORS:
1. The full statement summarising the objectives of the ICNK is as follows:
The International Coalition to Stop Crimes Against
Humanity in North Korea unites the world's major international human rights
organizations, campaigners for freedom for North Korea and survivors of the
North Korean gulags in a global campaign seeking a full investigation of the
regime's crimes against humanity through a United Nations Commission of
Inquiry.
The Coalition aims to bring together all the key organizations and individuals working on North Korean human rights, because we believe that a common, united effort will influence international political and public opinion and send a powerful message to the regime.
The Coalition fully recognizes the need to deploy a wide range of skills and initiatives to bring change to North Korea, and completely respects the individuality of each Coalition member. Coalition members will be free to pursue a variety of approaches, but will unite in a common campaign to seek the establishment of a UN Commission of Inquiry.
Coalition members will include organizations and
individuals from across the world, including throughout Asia, North America,
Latin America and Europe.
2. Members and supporters of the Coalition are as follows:
NGOs demand official inquiry into North Korea's
crimes against humanity
http://www.theparliament.com/policy-focus/foreign-affairs/foreign-affairs-article/newsarticle/ngos-demand-official-inquiry-into-north-koreas-crimes-against-humanity
EU urged to help bring North Korea 'back into
fold'
http://www.theparliament.com/latest-news/article/newsarticle/eu-urged-to-help-bring-north-korea-back-into-fold/
EU urged to continue restrictive sanctions
against North Korea
http://www.theparliament.com/latest-news/article/newsarticle/eu-urged-to-continue-restrictive-sanctions-against-north-korea/
http://blog.chosun.com/blog.log.view.screen?blogId=73049&logId=5822056
MEP calls for renewed talks to resolve Korean
conflict
http://www.theparliament.com/latest-news/article/newsarticle/mep-calls-for-renewed-talks-to-resolve-korean-conflict/
North Koreans talk of baby killings
http://www.nytimes.com/2002/06/10/world/n-koreans-talk-of-baby-killings.html?pagewanted=all&src=pm
Don't deport North Korean women
http://www.asiafinest.com/forum/lofiversion/index.php/t107869.html
North Korean refugees face forced abortion and
infanticide
http://findarticles.com/p/articles/mi_6899/is_7_29/ai_n28129955/
N. Korea killing prison babies, defectors say
http://articles.chicagotribune.com/2002-06-12/news/0206120259_1_women-prisoners-defectors-north-korea
North Korean babies
http://www.bbc.co.uk/radio4/womanshour/2002_33_tue_05.shtml
North Korea engages in forced abortion,
infanticide
http://www.catholicculture.org/news/features/index.cfm?recnum=18323
2008 North Korean Human Rights Campaign
http://www.dailynk.com/english/read.php?cataId=nk00100&num=4029
North Korean in Czech jobs: Slave Labor?
http://www.nytimes.com/2006/11/08/world/asia/08iht-czech.3455560.html
Forum focuses on N. Korea's rights abuses
http://articles.latimes.com/2002/feb/10/news/mn-27313
Le cauchemar des prisons nord-coréennes
http://www.radicalparty.org/fr/content/le-cauchemar-des-prisons-cor%C3%A9ennes
FOREF Europa: Digitale Pressemappe (APA)
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Reply #7 on : Sun March 25, 2012, 03:50:01
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Reply #6 on : Sun March 11, 2012, 05:33:40
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Reply #5 on : Thu March 01, 2012, 10:18:45
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Reply #4 on : Wed February 29, 2012, 05:36:37