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Bekenntnisgemeinschftsgesetz 2011 ist menschrechtswidrig.
Trotz massiver Proteste
der Religions- und Bekenntnisgemeinschaften beschloss der Nationalrat am Donnerstag
den 7. Juli das umstrittene Bekenntnisgemeinschaftsgesetz.
Änderungsvorschläge in den 24 kritischen Stellungnahmen der betroffenen Gemeinschaften und Experten wurden bis dato völlig ignoriert. Wie aus der Kritik hervorgeht, verstößt dieses Gesetz in mehreren Punkten gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) und die Österreichische Bundesverfassung. Es verletzt die Menschenrechte, insbesondere die Religionsfreiheit zahlreicher österreichischer Staatsbürger.
Inzwischen gab es auch schon Kritik von international renommierten Menschenrechtsorganisationen an dem Gesetz.
Es ist zu erwarten, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) und der Österreichische Verfassungsgerichtshof dieses Gesetz wieder als menschenrechtswidrig erklären werden.
Den Gesetzesvorschlag, sämtliche Stellungnahmen und die kritische Analyse des INSTITUTE ON RELIGION & PUBLIC POLICY (USA) und diverser Medien finden sie hier:
GESETZESENTWURF - Textgegenüberstellung: Geltende Fassung & Vorgeschlagene Fassung
Hier finden Sie mitunter sehr kritische Stellungnahmen der Religions- und Bekenntnisgemeinschaften. Auch Experten, der Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes und diverse Regierungsinstitutionen melden sich zu Wort:
30.05.2011 – Stellungnahme (2/SN-283/ME) von Altkatholische Kirche Österreichs
06.06.2011 – Stellungnahme (3/SN-283/ME) von Rechnungshof
07.06.2011 – Stellungnahme (4/SN-283/ME) von Amt der Tiroler Landesregierung
07.06.2011 – Stellungnahme (5/SN-283/ME) von Österreichische Gesellschaft für Schule und Recht
08.06.2011 – Stellungnahme (6/SN-283/ME) von Bund Evangelikaler Gemeinden in Österreich
08.06.2011 – Stellungnahme (7/SN-283/ME) von Neuapostolische Kirche
09.06.2011 – Stellungnahme (8/SN-283/ME) von Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde FCGÖ
09.06.2011 – Stellungnahme (9/SN-283/ME) von Bundeskanzleramt - Verfassungsdienst
10.06.2011 – Stellungnahme (10/SN-283/ME) von Neuapostolische Kirche Österreich
10.06.2011 – Stellungnahme (11/SN-283/ME) von Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft
10.06.2011 – Stellungnahme (12/SN-283/ME) von BM f. Finanzen
10.06.2011 – Stellungnahme (13/SN-283/ME) von Amt der Salzburger Landesregierung
10.06.2011 – Stellungnahme (14/SN-283/ME) von Amt der Vorarlberger Landesregierung
10.06.2011 – Stellungnahme (15/SN-283/ME) von Österreichischer Rechtsanwaltskammertag
10.06.2011 – Stellungnahme (16/SN-283/ME) von Evangelischer Oberkirchenrat A. und H.B.
10.06.2011 – Stellungnahme (17/SN-283/ME) von Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage
10.06.2011 – Stellungnahme (18/SN-283/ME) von Mennonitische Freikirche Österreich
10.06.2011 – Stellungnahme (19/SN-283/ME) von Österreichische Bischofskonferenz
14.06.2011 – Stellungnahme (20/SN-283/ME) von Universität Wien, Institut für Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht
10.06.2011 – Stellungnahme (21/SN-283/ME) von Islamische Alevitische Glaubensgemeinschaft in Österreich
15.06.2011 – Stellungnahme (22/SN-283/ME) von Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
17.06.2011 – Stellungnahme (23/SN-283/ME) von Bund der Baptistengemeinden in Österreich
24.06.2011 – Stellungnahme (24/SN-283/ME) von Verein zur Förderung der Völkerverständigung
Der Nationalrat hat am Donnerstag eine Novelle des Bekenntnisgemeinschaftengesetzes beschlossen. Die Kritik von Religionsgemeinschaften, Experten und dem Verfassungsdienst des Bundeskanzleramts wurde weitgehend ignoriert.
Zum Volltext: http://religion.orf.at/projekt03/news/1107/ne110707_anerkennung_fr.htmORIENTIERUNG (ORF): "Gemurkse statt Verbesserung" http://tvthek.orf.at/programs/1366-Orientierung
Der Standard - Kommentar der anderen | 05. Juli 2011 18:54
Nach jahrelanger Kritik regelt der Gesetzgeber die Zu- und Aberkennung des Status einer Religionsgemeinschaft neu - Der "Reparaturversuch" ohne die Betroffenen ist gründlich missglückt.
Zum Volltext des Kommentars: http://derstandard.at/1308680496074/Anerkennung-von-Religionsgemeinschaften-Der-Glaube-macht-noch-keine-Kirche
Leser-Kommentar | Der Standard 15. Juli 2011 09:23
Es wird gerne vergessen, dass die Religionsfreiheit in Österreich, als Subkategorie der Meinungs- und Gewissensfreiheit, gesetzlich mehr als ausreichend gesichert ist ...
Zum Volltext des Kommentars: http://derstandard.at/1310511306123/Religionsfreiheit-auf-Oesterreichisch#forumstart
Instead
of facilitating equal treatment of all religions, the proposed changes
to the 1998 Law would deny recognition to some currently recognized
religions and continue the moratorium for other religions not currently
recognized as "religious societies". These provisions are in direct
defiance of judicial decisions by the European Court of Human Rights
regarding these provisions, as well as OSCE and UN standards.
Currently, there are 14 recognized religious communities in Austria. According to reports published this week by FOREF,
five religions currently recognized under the 1998 Law -- Old
Catholics, Methodists, Buddhists, Mormons, and the Apostolic Church --
would lose that status if the proposed
In
the opinion of THE INSTITUTE, this represents a major step backwards
for religious freedom in Austria. It is surprising and distressing
that a country that is the seat of major human rights institutions such
the Organization for Security and Cooperation in Europe (OSCE) is
choosing to turn its back on human rights commitments it is obliged to
follow.
The proposed law is scheduled to be taken up in Parliament on 7 July 2011.
The full THE INSTITUTE analysis on the Austrian amendments can be found here.
Die seltsame Logic des Herrn Nationalrat Ewald Sacher (SPÖ)In einer Presseaussendung macht Herr Sacher einen akrobatischen Erklärungsversuch, warum seine Partei sich für dieses unsägliche Gesetz stark gemacht hat. Seine Behauptungen sind ein Affront gegen tausende betroffene Familien. Unverstandlich ist, dass gerade die SPÖ, die sich den sozialen Frieden und die soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen schrieb, nun ein Gesetz macht, welches einem Kastensystem Vorschub leistet.
So etwas lässt sich nicht schönreden, Herr Sacher!
PRESSEAUSSENDUNG: Nationalrat Sacher (SPÖ) zu Anerkennung von Religionsgemeinschaften: Neuregelung schafft mehr Transparenz und Rechtssicherheit: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110707_OTS0342/nationalrat-sacher-zu-anerkennung-von-religionsgemeinschaften-neuregelung-schafft-mehr-transparenz-und-rechtssicherheit
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Reply #1 on : Tue April 17, 2012, 05:48:02