Huawei ermöglicht China schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen

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Menschenrechtsgruppe drängt europäische Regierungen und Bürger zum Boykott eines Unternehmens, das Chinas Regime mit High-Tech zur Unterdrückung von Menschen versorgt

Wien, 12. August 2020 – Das Forum für Religionsfreiheit-Europa (FOREF), eine in Wien ansässige nichtstaatliche Menschenrechtsorganisation, forderte die europäischen Regierungen und Bürger auf, den Kauf der 5-G-Mobilfunknetze des chinesischen Technologieriesen Huawei abzulehnen, da das Unternehmen schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen durch das chinesische kommunistische Regime ermöglicht.

„Huawei ermöglicht einige der schlimmsten Verletzungen der Menschenrechte und der Religionsfreiheit, die heute auf der Welt geschehen, nämlich die Verfolgung von Millionen uigurischer Muslime in der chinesischen Provinz, Xinjiang,“ so Peter Zoehrer, österreichischer Journalist und Exekutivdirektor von FOREF.

„Wir dürfen keine moralischen Kompromisse eingehen, indem wir diese Firma unterstützen. Wir müssen uns solidarisch mit Chinas Opfern zeigen,“ sagte er.

Huawei wurde von einem Offizier der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA) gegründet und gilt als verlängerter Arm des chinesischen Staates.

Das Unternehmen liefert Technologie, Infrastruktur und Schulungen an das Büro für öffentliche Sicherheit in Xinjiang und stellt dem Staat übergriffige Überwachungskapazitäten zur Verfügung, mit denen die uigurische Bevölkerung überwacht, unterdrückt, verfolgt und versklavt wird. Bis zu 3 Millionen Uiguren sind in Konzentrationslagern inhaftiert, die nach Angaben der chinesischen Regierung „Berufsbildungszentren“ seien und zur Abwehr terroristischer Bedrohungen benötigt werden.

Der Beitrag von Huawei zu Gräueltaten in Xinjiang wurde in einem Bericht des Australian Strategic Policy Institute (ASPI) mit dem Titel “Uiguren zum Verkauf: Umerziehung, Zwangsarbeit und Überwachung jenseits von Xinjiang” ausführlich dokumentiert.

„Bei wirtschaftlichen Beschlüssen in Verbindung mit Huawei können die europäischen Regierungen nicht so tun, als ob sie von der Rolle des Unternehmens bei den schwerwiegenden Verletzungen der Religionsfreiheit und der Menschenrechte nichts wüssten,“ sagte Zoehrer.

In der Zeitschrift für Menschenrechte und Religionsfreiheit „Bitter Winter“ schrieb Ruth Ingram: “Huawei arbeitet stolz Hand in Hand mit der Kommunistischen Partei, um das uigurische Volk und andere türkische Minderheiten in der Region zu zerschlagen.”

Es bestehen auch ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Bedrohung der Sicherheit durch die Verwendung der Huawei-Technologie, die Sabotage, Spionage und Manipulation durch die chinesische Regierung ermöglichen könnten.

Huawei-Technologie zur Unterstützung von Diktatoren auf der ganzen Welt

Laut Dr. Jianli Yang, einem führenden chinesischen Pro-Demokratie Aktivisten in China und Überlebenden des Massakers auf dem Tiananmen-Platz, ist die Technologie von Huawei eine Bedrohung für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, wo immer sie eingesetzt wird.

„Unterdrückung, wie sie von Huawei ermöglicht wird, soll nicht an Chinas Grenzen enden. Chinas totale Überwachung schützt nicht nur weiterhin Chinas Diktatur, sondern trägt auch dazu bei, Diktatoren auf der ganzen Welt zu stützen. Über ein Dutzend Länder wie Simbabwe, Venezuela und Ecuador nutzen das System, um Massenüberwachung durchzuführen und Dissidenten zu unterdrücken “, sagte Yang.

Für mehr Informationen:
Peter Zoehrer, Geschäftsführer, FOREF: +43 (0) 6645238794
Dr. Aaron Rhodes, Präsident, FOREF: +49 1703238314
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