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Stellungnahme /Kommentar zum Buch „Hirngift und Seelenmord“ von Günther Zäuner

"Die Norweger" vs Goldegg Verlag

Stellungnahme /Kommentar zum Buch
„Hirngift und Seelenmord“ von Günther Zäuner


d.huemer@speed.at                                                                                     am 04.08.2009

An den

Goldegg Verlag GmbH

1040 Wien, Mommsengasse 4/2

goldeck-coverSehr geehrte Damen und Herren!

In meiner Eigenschaft als Pressesprecher der sogen. „Norwegerbewegung“, aber auch als kritischer und interessierter Lehrer und demokratisch gesinnter Staatsbürger muss ich Sie fragen: Was hat Ihren geschätzten Verlag dazu bewogen, einem derartigen „Werk“ als Plattform zu dienen, in welchem schon allein der Titel eine grobe Diffamierung, Herabsetzung und Beleidigung tausender unbescholtener Bürger darstellt, und das nur auf Grund ihrer religiösen Einstellung und Überzeugungen?

Selten habe ich ein Buch in Händen gehalten, das auf derart primitive und verhetzende Weise quasi alle Glaubensgemeinschaften und weltanschaulichen Richtungen undifferenziert und pauschal als „hirnvergiftende“ und „seelenmordende“ Monster darstellt, die allesamt von finanziellem Interesse getrieben werden. Das Buch lässt nicht nur fachliche Kompetenz und wissenschaftliche Vorgangsweise vermissen, auch jegliche journalistische Sorgfalt scheint dem Autor fremd zu sein, was sich besonders an Hand des Kapitels über die „Norweger“ leicht beweisen lässt.

Der Verfasser des Buches setzt sich eben nicht – wie im Vorspann vom Verlag behauptet – „kritisch mit den verschiedenen Strömungen der Glaubenslehren auseinander“, sondern schreibt vielmehr (auf jeden Fall, was die „Norweger“ betrifft) völlig unkritisch und ungeprüft irgendwelche Behauptungen und Unwahrheiten Dritter, zum Teil gerichtlich verurteilter Personen ab, ohne auch nur den Anflug von Objektivität zu wahren, indem er etwa mit Verantwortlichen jener Gruppen in Kontakt getreten wäre, über die er so einseitig und negativ berichtet.

Von daher ist es nicht verwunderlich, dass sich gleich auf den ersten Seiten des Buches sowohl der Verlag als auch der Autor wortreich und heftig von allen inhaltlichen Aussagen distanzieren. Ganz abgesehen davon, ob das juristisch haltbar sein wird (man bietet in seinem Medium der Verhetzung eine Plattform, distanziert sich aber sicherheitshalber gleich von allem und jedem), ist es intellektuell schäbig und in höchstem Maße unfair.

In der Hoffnung, dass zumindest jene Bemerkung des Vorwortes aufrichtig gemeint war, dass der „Verlag und sein Autor…für Reaktionen, Hinweise oder Meinungen dankbar“ seien und man möge „sich diesbezüglich an den Verlag wenden“ möchte ich einige exemplarische Beispiele anführen und Sie auf folgende Fakten hinweisen:

In dem Kapitel „Vati ist ärger als Hitler…Die Norweger“ wird auf den Seiten 297 bis 315 genau jene Horrorgeschichte abgedruckt, die Herr DI F. Griess auf Grund unzähliger Gerichtsbeschlüsse eigentlich nicht mehr veröffentlichen dürfte, dass nämlich – kurz zusammengefasst - seine Tochter Wiltrud durch die Glaubensinhalte der Norweger angeblich psychisch krank, ja sogar bis zum Selbstmord getrieben worden sei.

Die Wahrheit ist vielmehr: Die Tochter des Herrn Griess musste – laut notariell beglaubigter Niederschrift und Zeugenaussage sowie laut ihren eigenen Ausführungen in der ORF-Sendung VERA (vor ca. 900 000 Zusehern am 3. Oktober 1996) in der eigenen Familie jahrelang Inzesterlebnisse und andere brutale Behandlungen über sich ergehen lassen und war (ebenfalls laut rechtskräftigem Urteil der Ärztekammer) auf Grund all der schrecklichen Erlebnisse in der Familie Griess bereits psychisch krank, depressiv und selbtsmordgefährdet, als sie mit den „Norwegern“ in Kontakt kam. Ein hilfsbereites Mitglied unsrer Glaubensgemeinschaft, von Beruf Internist und Homöopath, bewahrte sie vor einem Selbstmordversuch und wurde als „Dank“ dafür von Herrn Griess bei der Ärztekammer angezeigt, nach sorgfältigen Untersuchungen jedoch von den wüsten Beschuldigungen des Herrn Griess freigesprochen.

Weitere Beispiele für unwahre Behauptungen und falsche Aussagen des Autors:

  • Auf Seite 311 oben schreibt Zäuner, dass Griess seit „1996 von unsrer Gemeinschaft „mehrmals zivilrechtlich geklagt“ wurde, wobei alle bisherigen Verfahren angeblich mit Vergleichen endeten, Griess hätte nichts widerrufen. Selbstverständlich gab es rechtskräftige Urteile, ein kurzer Anruf bei uns oder Blick auf die Homepage des Herrn Griess hätte genügt, um zu sehen, dass Griess seit vielen Monaten (lange vor Erscheinen des Buches) rechtskräftig vom OGH verurteilt worden war und das Urteil auf seiner Homepage veröffentlichen musste.
  • Auf Seite 302 unten schreibt Herr Zäuner: „…das österreichische Zentrum der umstrittenen Glaubensbewegung befindet sich in Irdning, Raumberg 73, in der Steiermark“. Selbst diese einfache, geografische Aussage ist ganz falsch, das österreichische Zentrum befindet sich an einem andern Ort und hat eine völlig andere Adresse.
  • Auf S. 301 unten steht folgender Satz: „Ein weiteres Gerichtsverfahren wurde in der Steiermark gegen eine Mutter eröffnet, die aus Verzweiflung versucht hat, ihre Tochter Kathrin mit Hilfe eines „Deprogrammierers“ aus der Gewalt der Norweger zu befreien.“ Warum verschweigt Herr Zäuner die ganze Wahrheit: die besagte „arme“ Mutter, eine Mitstreiterin des Herrn Griess, wurde samt ihren mitangeklagten Helfern wegen des Verbrechens der Freiheitsberaubung, schweren Nötigung und Körperverletzung an ihrer Tochter Kathrin zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt.

    In dem Urteil wurde festgestellt, dass die  Norweger keinen negativen Einfluss auf die Tochter Kathrin ausgeübt hätten und die Angeklagten ihre Verbrechen keinesfalls mit dieser Ausrede entschuldigen konnten. Dass Griess überall mit Halb- und Unwahrheiten operiert, sind wir gewöhnt, aber dass Herr Zäuner das alles einfach abschreibt, ohne den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, lässt die Aussage zu Beginn des Buches geradezu lächerlich erscheinen, dass sich der „Topjournalist für die Recherche zu seinen Büchern immer ins Zentrum des Geschehens“ begibt.

    Bei nur ein wenig Recherche hätte er zum Beispiel das betroffene Opfer fragen können und erfahren, dass das Mädchen von seiner „armen, verzweifelten“ Mutter mit Fäusten geschlagen, tagelang eingesperrt und wie ein Hund erniedrigt wurde, weil es gewagt hatte, nach seiner eigenen religiösen Überzeugung zu leben, wie es die österr. Verfassung vorsieht. Mit 27 (!) Jahren wurde sie dann gekidnappt, verletzt, einer qualvollen Gerhirnwäsche unterzogen usw. Das ist die ganze Wahrheit. Und heute lebt sie glücklich verheiratet in Norwegen und hat noch immer Angst vor ihren Angehörigen!
  • Unsere Glaubensgemeinschaft ist eine moderne, dynamische Bewegung, in der Spiel, Sport, Musik und und Spaß immer eine große Rolle gespielt haben. Die irrwitzigen und – in unseren Augen - nahezu krankhaften Behauptungen von Griess, was bei uns alles angeblich verboten sei, sind so lächerlich und niveaulos, dass ich nicht jeden einzelnen Unsinn hier widerlegen will. Griess versteht weder unsere Theologie noch unsere Lebensweise. Geradezu lächerlich ist die Behauptung Zäuners, dass Griess heute angeblich weltweit “als einer der besten nichtnorwegischen Experten für ‚Smiths Freunde’ gilt“.

  • Griess hat sich selbst zum Experten hochstilisiert, er ist sozusagen in der gesamten Fachwelt (ich habe mit vielen Weltanschauungsreferenten Kontakt) äußerst unbeliebt, gilt als inkompetent und emotional unkontrolliert und wurde meines Wissens auch als Präsident von FECRIS abgesetzt. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die Tochter des Herrn Griess erlebt in ihrer Kindheit und Jugend Inzest, Gewalt, Streit, sexuelle Ausbeutung usw. Sie ist schwer krank, depresssiv und selbstmordgefährdet. Als sie mit den Norwegern in Kontakt kommt, ist der Vater froh und dankbar und pflegt anfangs sogar guten Kontakt zur Familie jenes Arztes, den er dann später bei der Ärztekammer verklagt. Weil aus einer erhofften Verbindung mit dem Sohn des Arztes nichts wird, beginnt Griess aus niedrigsten Beweggründen mit der Verfolgung und Diffamierung der Norweger und stilisiert sich selbst zum Sektenexperten (seine Meinung über die Norweger steht übrigens im Widerspruch zur Meinung der gesamten Fachwelt).

    Griess ist nicht ein Kenner der Norweger-Bewegung, sondern ein frecher Lügner und Schwätzer. Übrigens haben wir Norweger ca. 12 Jahre seine Frechheiten und Anwürfe geduldig ertragen, auch um seine kranke Tochter zu schonen. Erst als Herrn Griess existenzbedrohende Feldzüge begann und unsere Bewegung weltweit in den Schmutz zog, haben wir die Justiz um Hilfe gebeten.

    Seine Tochter Wiltrud leidet furchtbar darunter, dass der Vater ihre Krankheit ständig an die Öffentlichkeit zerrt, aber scheinbar ist ihm das Wohl seines Kindes völlig egal, was durch das hier besprochene Buch neuerlich bewiesen wird: es ist die Krankengeschichte seiner Tochter, mit der er jahrelang Probleme hatte, die ihn tatsächlich angespuckt und geschlagen hat, wofür sie (laut ihren Aussagen) wieder von ihm schwer geohrfeigt wurde, und das alles nicht deshalb, weil sie bei den Norwegern nach ihrer Glaubensüberzeugung lebt, sondern weil sie in den eigenen vier Wänden missbraucht wurde und krank ist! Und das erzählt der Vater jahrelang und weltweit im Internet und legt die Schuld für seine familiären Probleme auf eine friedliche Glaubensgemeinschaft, deren Ziel und Lebenspraxis genau das Gegenteil darstellt: glückliche Ehen und Familien, Toleranz und Offenheit, eine gewaltfreie Erziehung, Erbarmen mit und ein gutes Verhältnis zu den eigenen Kindern (bes. auch zu denen, die nicht den Glaubensweg gehen). Wir kennen weltweit keine zweite Person, die ein solches Schicksal hat wie die Tochter des Herrn Griess!

    Die Selbstmordrate, Scheidungsrate und Zahl von Gewaltübergriffen in der Familie ist - statistisch gesehen – gleich Null in unsrer Bewegung, besonders auch im Vergleich zur katholischen Kirche, der ja Griess angehört und in deren Namen er seinen Feldzug führt. Griess beschwert sich über seine hohen Prozesskosten, gleichzeitig bricht er immer wieder seine Verpflichtungen, die ihm das Handelsgericht Wien auferlegt hat und erzählt seine Lügen im Internet in abgeschwächten Varianten und Umschreibungen, was wiederum die Norweger zu weiteren rechtlichen Schritten zwingt.

Ich wiederhole meine Frage an die Verantwortlichen des Goldegg-Verlages: Was ist der Sinn und Zweck dieses Buches? Wenn über die anderen Gemeinschaften und Gruppen ebenso „sorgfältig“ recherchiert wurde, wie über die Norweger, dann kann ich nur sagen, das Werk ist durchaus entbehrlich und kein wertvoller Beitrag zur Debatte über tatsächlich kriminelle Sekten oder Selbstmordgruppen, vor denen zweifelsohne gewarnt werden muss. Bibelgläubige, anständige Menschen in einen Topf zu werfen mit solchen Gruppen ist alles andere als seriös. Dass sowohl der Verlag als auch Herr Zäuner den uralten, für jeden aufrechten Journalisten selbstverständlichen Rechtsgrundsatz „altera pars audiatur“ völlig außer Acht gelassen haben, (keine einzige Anfrage, weder schriftlich noch mündlich an einen Repräsentanten unsrer Bewegung, ich bin als Pressesprecher jederzeit bereit für Auskünfte), ist eine weitere traurige und beschämende Tatsache bei diesem Buch.

Einer Antwort mit Interesse entgegensehend

verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

 

Mag. Dietrich Huemer

 

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